Gewirr
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Auf dem Weg zu einer Allgemeinen Pädagogik ohne Rest
Auf dem Weg zu einer Allgemeinen Pädagogik ohne Rest 

Der Mensch - Bildung als Schicksal !

Seit der Aufklärung gilt in den von ihr geformten westlichen Kulturen der mündige, gebildete Mensch als Verwirklichung, als Realisierung des Menschseins selbst. Menschen realisieren sich selbst in dem sie sich bilden. Diese Abkoppelung von religiös verordnetem Schicksal, ohne orientierende Instinkte, wirft den Menschen in die radikale Natürlichkeit von bedeutungslosem Geborenwerden, Leben und Sterben. Es entsteht eine säkulare Beauftragung zu einer je individuellen SINNsuche  die ein  außerordentlich spannungsreiches und nur dialektisch annähernd verstehbares Verhältnis zur (Mit-)Welt erzeugt, in dem sich Menschen entwickeln und damit ihre Welt (mit)gestalten. Die (Selbst-)Bildung ist dem Menschen schicksalhaft eingeschriebener Auftrag. Jeder Mensch bildet sich in jedem ‚Fall‘ (!) bis in die Organisation seiner neuronalen Netze hinein.

 

Allein die lebendige Existenz jeweils individuell gewordener Realität beweist deren Bildung, d.h. Menschen sind, solange sie leben, und unabhängig von irgend einer funktionellen Leistungsfähigkeit grundsätzlich bildungsfähig; die durch Bildung beschriebene Anthropologie ist inklusiv!

Humanistisches Credo

und Materialistisches Manifest

 

Ich behaupte, dass

die Natur ein Werden und Vergehen von Strukturen

– physikalisch, chemisch und biologisch –

bis hin zu solchen, die diese Prozesse beobachten

und gegenüber diesen Prozessen kognitiv handeln

und sich darin erkennen können,

darstellt;

 

und dass

der Sinn,

aus dem mitmenschlichen Austausch heraus,

Menschen

die Verkörperung von Wahrnehmung

und damit Erkennen ermöglicht

und

Menschen damit zu Gattungsschicksal und -chance wird,.

 

Ich behaupte, dass

die Sprache*),

das Produkt und die Grundlage der Menschenwelt,

die Quelle der lebendigen Vielfalt

aller Deutungen, Träume und Visionen

und damit des Werdens der Menschenwelt

ist.

 

Ich glaube

an das Geworden-sein und das Werden.

 

*) nicht das Sprechen!

 

Peter Rödler 2019

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